Gasheizung oder Wärmepumpe ist 2026 die zentrale Heizungsfrage. In der Anschaffung wirkt Gas günstiger, doch Förderung und Betriebskosten drehen das Bild. Wer langfristig rechnet und gut gedämmt ist, fährt mit der Wärmepumpe meist deutlich günstiger.
Gas oder Wärmepumpe: die Kosten 2026
Der Vergleich für ein typisches Einfamilienhaus:
| Posten | Gasheizung | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Anschaffung (mit Einbau) | 10.000–14.000 € | ~30.000 € (vor Förderung) |
| Förderung | keine | bis 70 % Zuschuss |
| Effektiv nach Förderung | 10.000–14.000 € | oft < 5.000 € Aufpreis |
| Betriebskosten pro Jahr | ~1.180 € | ~715 € |
| 20-Jahre-Gesamtkosten | ~65.000 € | ~45.000 € |
Quellen: Verbraucherzentrale, co2online, Bundesverband Wärmepumpe (BWP)
Über 20 Jahre ergibt das rund 20.000 Euro Ersparnis für die Wärmepumpe.
Warum die Wärmepumpe oft gewinnt
Strom kostet pro Kilowattstunde mehr als Gas, aber die Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Dazu kommt: Ab 2029 steigt der Gaspreis durch CO2-Steuer und Grüngas-Quote stark, der Strompreis bleibt stabiler. Bei einem typischen Einfamilienhaus spart die Wärmepumpe ab 2029 jährlich 1.400 bis 2.400 Euro gegenüber Gas.
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Rund um die Heizung lohnt der Blick auf mehrere Posten. Bei uns finden Sie die Einzelkosten der Wärmepumpe, die Wärmepumpen-Förderung und den Vergleich Öl- oder Gasheizung. Wer dämmen will, schaut in den Ratgeber zur Dämmung des Dachs. Preise für Ihre Region zeigt die Seite zur Wärmepumpe in Bayern.
Wie lässt sich sparen?
Bei der Wärmepumpe die volle Förderung ausschöpfen (Grund- plus Boni), das ist der größte Hebel. Vor der Entscheidung die Heizlast berechnen lassen, eine zu groß dimensionierte Anlage kostet unnötig. Stromtarife für Wärmepumpen (Wärmepumpenstrom) nutzen. Wer ohnehin saniert, Dämmung und Heizung zusammen planen, das senkt Verbrauch und Anlagengröße.
Das sollten Sie jetzt tun
- Rechnen Sie über 15 bis 20 Jahre, nicht nur die Anschaffung.
- Schöpfen Sie bei der Wärmepumpe die Förderung von bis zu 70 Prozent aus.
- Lassen Sie Dämmung und Heizflächen prüfen, bevor Sie die Wärmepumpe wählen.
Verwandte Ratgeber
- Preise für eine neue Gasheizung – die Anschaffungsseite im Detail, ohne Förderung gerechnet.
- Erd- oder Luftwärmepumpe – fällt die Wahl auf die Wärmepumpe, folgt sofort diese zweite Entscheidung.
FAQ
Was kostet eine Gasheizung im Vergleich zur Wärmepumpe 2026?
Eine neue Gasheizung kostet 2026 inklusive Einbau 10.000 bis 14.000 Euro. Eine Wärmepumpe kostet vor Förderung rund 30.000 Euro, mit Förderung schrumpft der Unterschied auf unter 5.000 Euro.
Welche Heizung ist im Betrieb günstiger?
Bei guter Dämmung ist die Wärmepumpe im Betrieb meist klar günstiger. Sie holt aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärme. Viele Haushalte sparen mehrere Hundert Euro pro Jahr gegenüber Gas, ab 2029 durch die CO2-Steuer noch deutlich mehr.
Welche Förderung gibt es für die Wärmepumpe?
Privatpersonen können 2026 bis zu 70 Prozent Zuschuss erhalten: 30 Prozent Grundförderung plus Klimageschwindigkeitsbonus (20 Prozent), Einkommensbonus (30 Prozent) und Innovationsbonus (5 Prozent), gedeckelt. Eine Gasheizung wird nicht gefördert.
Wann lohnt sich die Wärmepumpe?
Mit Förderung amortisiert sich die Wärmepumpe oft schon nach 4 bis 6 Jahren und liegt über 20 Jahre rund 20.000 Euro günstiger als Gas. Voraussetzung ist eine ausreichende Dämmung und passende Heizflächen (Flächenheizung ideal).